Die Regenbogenbrücke 
Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde.
Wegen der vielen Farben nennt man sie die Brücke des Regenbogens. Auf dieser Seite der Brücke liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigem grünen Gras. Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist, geht es zu diesem wunderschönen Ort. Dort gibt es immer zu fressen und zu trinken, und es ist warmes schönes Frühlingswetter.Die alten und kranken Tiere sind wieder jung und gesund. Sie spielen den ganzen Tag zusammen.
Es gibt nur eine Sache, die sie vermissen. Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf der Erde so geliebt haben. So rennen und spielen sie jeden Tag zusammen, bis eines Tages plötzlich eines von ihnen innehält und aufsieht. Die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf, und die Augen werden ganz groß! Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt über das grüne Gras. Die Füße tragen es schneller und schneller. Es hat Dich gesehen.
Und wenn Du und Dein spezieller Freund sich treffen, nimmst Du ihn in Deine Arme und hältst ihn fest. Dein Gesicht wird geküßt, wieder und wieder, und Du schaust endlich wieder in die Augen Deines geliebten Tieres, das so lange aus Deinem Leben verschwunden war, aber nie aus Deinem Herzen.
Dann überschreitet Ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens, und Ihr werdet nie wieder getrennt sein...
Und hier ist die Fortsetzung (geschrieben von Bundeskatzler Fiedje und seiner Sekretärin Emsie, vielen Dank!):
Wie immer herrschte großes Getümmel am Fuße der Brücke. Es waren Zweibeiner angekommen. Und die gebärdeten sich natürlich wie immer, wild. Es ist ja auch kaum zu fassen, auf einmal wieder gesund und stark zu sein. Schon kaum für die Vierbeiner, erst recht nicht für die hirnlastigen doublelegs.
"Meine Hunde, meine Hunde ..." von links stürmte ein Zweibeiner heran, durchschoss die spielenden Katzen und rannte auf drei ihm entgegenstürmende Hunde zu.
Verloren stand eine junge Frau am Rande des Nebelgürtels. Da war ein Schnobern zu vernehmen. Ein Pferd, mit stolz erhobenem Kopf kam in leichtem Trab auf sie zu. Es warf den Kopf und scharrte mit den Hufen. Dann fing es an zu galoppieren und verharrte mit einem erneuten Schnobern und Kopfwerfen vor seiner menschlichen Freundin. Er senkte sein Haupt und ließ sich Liebkosen.
Als das strahlende Licht aufging und den Weg über die Brücke wies, sah man eine lange Kolonne dem Licht zustreben. Menschen gingen mit ihren Tieren auf das Licht, die Brücke, zu. Manche hatten nur ein einziges Tier bei sich, andere ein ganzes Gefolge. Das alles erfolgte in vollkommener Stille, als würde die Welt am Fuße der Brücke den Atem anhalten.
Dann war alles wieder wie bisher. Der Nebelgürtel teilte sich oft, um Neuankömmlinge hindurchzulassen.
Das ist der Alltag ... am Fuße der Regenbogenbrücke. Nun ist so ein Regenbogenalltag ja nicht jeden Tag gleich. Es gibt da schon Ausreißer.
Manchmal kommen Tiere zur Regenbogenbrücke, die noch nicht bereit sind zur Überquerung der Brücke. Sie fühlen, dass ihr Leben auf Erden unvollkommen war bzw. unvollendet blieb. Und, ihr werdet es kaum glauben, diese Tiere dürfen zurück. Nun ja, eigentlich wohl mehr ihre Seele. So zum Beispiel ab dem ersten Mai ...
.... weil im Mai geboren wird!
Die ihr verloren habt ...
was ihr euer Eigen glaubtet,
für immer,
gehet schauen,
erhebt das Auge
und sehet...
...die Wahrhaftigkeit
...der Wiedergeburt.
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